Shamil Masslaoui, Stipe Erceg, Nikolai Selikovsky_©_ServusTV_SAM-Film_Lusser

Der Österreichische Schauspieler Nikolai Selikovsky ist in der ersten fiktionalen Serie „Vollblut“ mit einer überzeugenden Nebenrolle zu sehen. Ab Herbst 2017 zeigt er sein Pokerface in der achtteiligen Prime-Time-Serie von Servus TV rund um Macht, Intrigen und Sehnsucht.

 

 

Nikolai Selikovsky - © Anna Langmayr
Nikolai Selikovsky – © Anna Langmayr

Nikolai Selikovksy wahrt in der Rolle als Kommissionsmitglied Ali Abdullah das perfekte Pokerface. Er spielt den Hauptinvestor der Familie und investiert viel Geld in deren Projekte. Die Reduziertheit der Rolle hat der Schauspieler bewusst so gewählt.

„Ich habe mein Pokerface fest im Griff“, grinst Selikovsky. „Man weiß nie ob es ein neutraler oder doch bedrohlicher Blick ist.“ Diese Unnahbarkeit täuscht er perfekt vor und unterstützt damit die Wirkung. „Im richtigen Moment muss ich die Lage so im Griff haben, dass ich weiß, ob ich zusagen oder aussteigen sollte“, so der Schauspieler über seine Rolle.

Die Serie „Vollblut“ spielt auf einem Pferdegestüt. Die junge frisch gebackene Allein-Erbin, die bei Adoptiveltern aufgewachsen ist und nichts über ihre leiblichen Eltern wusste, erfährt, dass sie drei Halbgeschwister hat. Die weder was von dem Testament noch von ihrer Halbschwester wussten und außerdem andere Vorstellungen von der Erbschaft haben. In der achtteiligen Serie geht es um Macht, Intrigen und Sehnsucht. Auch ein dunkles Familiengeheimnis kommt an die Oberfläche. Spannung pur! 

Beweggründe die Rolle anzunehmen
Prinzipiell finde ich es immer spannend einen Charakter zu spielen, in dem vielleicht zehn Prozent meines Aussehens oder Persönlichkeit vorhanden. Und mit diesen 10 Prozent meines Ichs liebe ich eine Figur zu spielen. In diesem Fall war es toll für mich, einen arabischen Scheich zu spielen.

Was erwartet einen bei der fiktionalen Serie „Vollblut“
Ich denke, es erwarten den Zuseher tolle Schauspieler in einem interessanten Familienkonstrukt.

Wo sind die Herausforderungen als Österreicher einen Araber zu spielen?
Ich hatte zum Glück einen Sprachcoach, der mit mir geübt hat. Es ist erstaunlich, wie schwierig einzelne Vokale auf Arabisch auszusprechen sind. Für mich war es wichtig mit den Jungs die meine Freunde mimten ständig neue arabische Floskeln zu lernen, damit die Art zu sprechen, verinnerlicht wird.

Vorbereitung auf die Rolle
Als Schauspieler lese ich sozusagen immer jemand anderes Gedanken, das erfordert viel Einfühlungsvermögen. Mich interessieren nicht nur die Lebensweisen der Menschen, ich muss auch eine Art Gefühl vom Background der Kultur in mir haben. In eine Identität zu schlüpfen ist definitiv eine spannende Herausforderung für mich.

Dieses Jahr ist wirklich lustig. Im Februar spielte ich die Hauptfigur in einem italienischen Horrorfilm und da war es passend einen Vollbart zu tragen. Für Mai sparte ich meinen Bart für eine Rolle an der offenen Burg, dann war er schon richtig lang. Und dann kam das Angebot von „Vollblut“ und ich wusste, der Bart muss weiterwachsen.

Zudem habe ich die Scheiche beobachtet, ihr Verhalten, ihre Gangart, ihre Gestikulation und wie sie reden.

Die Verbindung zwischen Musik und Schauspiel
Natürlich gibt es ein großes Stigma über Menschen, die den Sprung zwischen Schauspiel und Musik wagen. Oft hat man das Gefühl, dass die Branche einfach möchte, dass jeder dortbleibt wo er ist. Für mich bedeutet Schauspiel und Musik Freiheit aber auch Kreativität auszuleben.

Im Grunde genommen geht es mir Geschichten zu erzählen, im Gefühle zu erzeugen. Da sind Musik und Schauspiel tolle Instrumente.

Über sein Leben
Der Allrounder Nikolai Selikovsky kann sich früh für das Filmgenre begeistern. Als Sohn eines Kameramanns lernt er die Branche bereits in jungen Jahren kennen. Er sammelt seine Erfahrungen als Cutter, Drehbuchautor, Regisseur und nicht zuletzt als Musiker. Der Film „Sturmfrei“ (hier wirkte er als Regisseur und Schauspieler mit) bringt ihm den Durchbruch und er entdeckt endgültig die Liebe zur Schauspielerei. Seither spielt er spannende Rollen und wirkt in zahlreichen Filmen mit.

Seit 2016 ist der Schauspieler auf der Offenen Burg am Burgtheater zu sehen. 2017 folgte eine Nebenrolle im österreichischen Film „Die Migrantigen“.

Aus seiner Feder stammenden Filme waren am New Yorker Kurzfilmfestival, in Trinidad & Tobago, Brasilien, sowie L.A. nominiert.

Als Frontmann der Band N.I.K.O. begeistert er in der Welt der Musik. Der Song Dynamit landet sogar auf Platz 23 in den iTunes Charts der Kategorie Hiphop. Momentan stellt er mit seiner Band das neue Album fertig, das im November 2017 erscheinen wird.

All diese Berufe vereinen für ihn das Storytelling. Selikovsky erzählt gerne Geschichten und erzeugt mit ihnen Gefühle. Sein Debut auf Englisch hat er in dem Horrorfilm Bloody Shadow und zeigt damit, dass er sich auch am internationalen Bankett bewegen kann.

Nikolai Selikovsky, Österreichischer Schauspieler
FB: https://www.facebook.com/Nikolai-Selikovsky-59068801792/