Montagabend zeichnete die UniCredit Bank Austria das Oma/Opa Projekt des Vereins NL40 für sozial- und bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche mit dem Sozialpreis 2017 für Wien aus.

© UniCredit Bank Austria/Oreste Schaller

Bereits seit acht Jahren unterstützt die UniCredit Bank Austria mit dem Sozialpreis in jedem Bundesland gemeinnützige Organisationen, Initiativen, Vereine und andere Trägereinrichtungen in ihren sozial-gesellschaftlichen Engagements. Mit rund 1.200 Bewerbungen, über 100 ausgezeichneten Projekten und in Summe einer halben Million Euro Preisgeld blickt der Bank Austria Sozialpreis auf eine beachtliche Bilanz zurück.

Am Montag, dem 28. Mai 2018, zeichnete die UniCredit Bank Austria das generationenübergreifende Oma/Opa Lernhilferojekt des Vereins NL40 für sozial- und bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Bank Austria Salon im Alten Rathaus mit den Sozialpreis 2017 für Wien aus. Das Lernhilfeprojekt stellt eine Allianz der Generationen dar, bei dem Schüler der Volks- und Mittelschule in einem Eins-zu-Eins-Verhältnis von freiwillig engagierten Senioren und jüngeren Menschen sowie einem Expertenteam betreut werden. Das Projekt erreicht über die vertrauensvolle Beziehung, die im Zuge des gemeinsamen Lernens entsteht, eine nachhaltige Sprachförderung, erhöht die Bildungschancen und sichert den Bildungserfolg bei Kindern und Jugendlichen.

Prominent besetztes Podium diskutiert über die Zukunft der Gesellschaft

Generationenübergreifendes Lernen und voneinander lernen war auch in der prominent besetzten Podiumsdiskussion des Abends Thema: Unter dem Titel „Die Zukunft der Gesellschaft – voneinander lernen“ beleuchteten Lotte Tobisch-Labotyn, Präsidentin des Vereins „Künstler helfen Künstlern“, UniCredit Bank Austria Vorstandsmitglied Jürgen Kullnigg und Anna Karanitsch vom Verein NL40 unter der Moderation von Roman Jost, Nachhaltigkeitsmanager der UniCredit Bank Austria, was und wie die Gesellschaft unter Einbeziehung des Wissens und der Erfahrung der unterschiedlichen Generationen voneinander lernen kann.

Diskussion über Allianz der Generationen: Bildung braucht gesellschaftliches Miteinander

„Ich konnte noch aus Fehlern und Beispielen meiner Mitmenschen lernen. Die heutige Jugend lernt aus dem Internet von ihren virtuellen 270 Freunden am Nordpol“, sagt Tobisch-Labotyn über die Veränderung des Lernens in den letzten Jahrzehnten und kritisiert den Drang, in Social Media alles öffentlich zu machen. Ohne persönliche Beziehung und Vertrauen sei Lernen nicht möglich, weiß Karanitsch aus der Praxis zu berichten. Auch in großen Unternehmensstrukturen sei die persönliche Wissensweitergabe unverzichtbar und nicht durch rein technische Lösungen zu ersetzen, so Kullnigg.

Großes Potenzial, das Wissen älterer Menschen für die Gesellschaft zu nützen, sieht Tobisch-Labotyn in der soziodemografischen Entwicklung: Die Menschen gehen früher in Pension und leben deutlich länger als früher. „Der letzte Sinn des Lebens ist, für die Anderen da zu sein“, meint Tobisch-Labotyn und ist überzeugt, dass gesellschaftliches Engagement die eigene Lebensqualität deutlich erhöht. Beim Oma/Opa Projekt von NL40 möchten die Menschen der Gesellschaft etwas zurückgeben, bestätigt Karanitsch.

Zum heimischen Bildungssystem meint Tobisch-Labotyn: „Wir erzeugen seit 50 Jahren Schulversuchskaninchen mit unterentwickelter Sozialkompetenz“. Sie spricht sich für ein Mindestmaß an Autorität in der Schule aus, um gesellschaftliche Grundwerte zu festigen und das Miteinander zu verbessern.