Mit einer schonenden Chirurgie-Methode kann bei Frauen, die an Brustkrebs erkrankt
sind, in einer Operation im Brustzentrum Kärnten am Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder St. Veit/Glan die Brust entfernt und sofort mit Eigengewebe wieder rekonstruiert
werden. Auch eine Nippel-Skinsparing Mastektomie (die eigene Brustwarze und Haut
bleiben erhalten), kann in bestimmte Fällen durchgeführt werden.

Das Team des Brustzentrums Kärnten. Foto: © HF-Pictures

Breite Behandlungspalette
Die Diagnose Mammakarzinom geht heute längst nicht mehr immer mit dem Verlust der
Brust einher. Sogar recht große Tumore können durch eine vorgeschaltete Chemotherapie
verkleinert und dann operiert werden. “Gut 90 Prozent der Brustkarzinome können brusterhaltend operiert werden”, schildert. der Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelisch, FACS. “Auf welches Verfahren wir behandelnden Ärzte letztlich setzen, ist abhängig von vielen Faktoren, wie zum Beispiel der Art des Tumors, seiner Größe und Lage, sowie der Vorgeschichte der Patientin”, ergänzt Dr. Gregor Huber, MAS. Mittlerweile stehen neben der Kombination aus Chemotherapie und Operation auch eine Strahlen- und Hormontherapie bzw. die zielgerichtete Antikörpertherapie zur Verfügung. Bei Brustkrebs im Frühstadium steht selbstverständlich die Heilung im Vordergrund.

Onkoplastische Chirurgie
Im Sinne dieser Art der Mammachirurgie werden sogenannte lokale Lappen- und Verschiebeplastiken angewendet, durch welche sehr schöne kosmetische, brusterhaltende Ergebnisse erzielt werden können. Sollte ein vollständige Entfernung der Brustdrüse notwendig sein, kann eine Rekonstruktion (auch Sofortrekonstruktion) mittels verschiedener Techniken durchgeführt werden. Sowohl ein Wiederaufbau mit Silikon, wie auch Lappenplastiken (Schwenklappen) sind möglich. In diesem Zusammenhang sagt FA Dr. Gregor Huber, MAS „dass selbst größere oder auch Bifokale (2 Tumore in einer Brust) Tumore nach einer Neoadjuvanten Chemotherapie (Chemotherapie vor der Operation) brusterhaltend operiert werden können“ – sogenannte Tumorentfernung in den neuen Grenzen.

Leiter des Brustzentrums Kärnten – ÄD Prim. Univ.Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS. Foto: © HF-Pictures

Neubeginn nach Wiederaufbau der Brust
Für viele Frauen, so Brustzentrum-Chirurg FA Dr. Gregor Huber, MAS bedeutet eine “plastisch-rekonstruktive Operation den ersten Schritt hin zu einem neuen und besseren Lebensgefühl. Nach einer überstandenen Krebsoperation gibt eine Brustrekonstruktion das Gefühl der verloren geglaubten Weiblichkeit zurück und stärkt so das Selbstbewusstsein.”
Brustkrebsscreening als wichtige Säule der Vorsorge Früherkennung und Selbstuntersuchung sind die beiden wichtigen Säulen im Kampf gegen den Brustkrebs. Manche der Geschwulste werden von den Betroffenen selbst entdeckt. “Doch nicht jeder Tumor ist tastbar”, betont der Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus
der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelisch, FACS. Bei Auffälligkeiten veranlasst der Facharzt eine Röntgenuntersuchung der Brust, die
sogenannte Mammographie, zusätzlich wird immer eine Ultarschalluntersuchung der Brust
durchgeführt. Sollten diese beiden Untersuchungen kein eindeutiges Ergebnis bringen, bzw
gibt es evtl. noch weitere Fragestellungen ,wird gegebenenfalls eine MR -Untersuchung der
Brust an- geschlossen.

Brustzentrum Kärnten – Gemeinsam für jede Patientin
Das Brustzentrum Kärnten ermöglicht eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit aller an der Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs beteiligten Experten aus den Bereichen Chirurgie, Radiologie, Innere Medizin, Anästhesiologie, Pathologie, Strahlentherapie, „Breast Care Nurses“ – speziell ausgebildeten Krankenschwestern –, dem psychologischen Dienst und der Seelsorge. Gemeinsam arbeiten die Spezialisten unter Einbeziehung der niedergelassenen Fachärzte Hand in Hand mit dem Ziel, jeder einzelnen Patientin die, für sie beste Therapie zukommen zu lassen. In der interdisziplinären Tumorkonferenz, bei der alle Experten wöchentlich konferieren, wird über jede einzelne Patientin beraten und entsprechende Therapieoptionen ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang nimmt auch die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten einen hohen Stellenwert ein.

Die Betreuung im Brustzentrum Kärnten sieht sowohl die Vorsorgeuntersuchung, wie auch
lebenslange Nachuntersuchungen vor. Mehr als 1.300 Patienten mit Brustkrebs wurden seit
dem Aufbau des Brustzentrums behandelt.

So erreichen Sie das Brustzentrum Kärnten:
A.ö. Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Spitalgasse 26
9300 St.Veit/Glan
Tel.Nr. +43-4212/ 499-0