Mit Luftballonaktionen in ganz Österreich machte der Verein Herzkinder Österreich auf seine Anliegen aufmerksam.

Vergangenen Samstag um 16 Uhr stand der Luftballonstart der Herzkinder Österreich auf dem Programm. Foto: Roland Simcic

Jedes 100. Kind wird in Österreich mit einem Herzfehler geboren. Damit sind Herzfehler die häufigste angeborene Organerkrankung. „Zwei Drittel der herzkranken Kinder haben ohne die notwendige Operation keine Chance auf eine glückliche Kindheit“, weiß Michaela Altendorfer, Präsidentin und Geschäftsführerin der Herzkinder Österreich. Am 5. Mai, dem Internationalen Tag des herzkranken Kindes, organisierten Mitglieder des Vereins österreichweit einen Luftballonstart, um auf ihre Anliegen und Arbeit aufmerksam zu machen. Zudem wurden in den Bundesländern unter dem Motto „Herz ist Trumpf“ Aktionstage abgehalten.

Linz/Gratschach, 7. Mai 2018
– Mit den Aktionstagen und dem Luftballonstart machte der Verein Herzkinder Österreich einmal mehr auf herzkranke Kinder und die Sorgen derer Familien aufmerksam. Rund 700 Kinder kommen in Österreich jährlich mit Herzfehlbildungen zur Welt. Unmittelbar nach der Diagnose „Ihr Kind ist herzkrank“ sind betroffene Eltern ratlos. Herzkinder Österreich sind eine kompetente Anlauf- und Beratungsstelle für alle nicht medizinischen Anliegen und Belange für herzkranke Kinder, Jugendliche, Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) und deren Familien. Bei den verschiedenen Angeboten am Tag des herzkranken Kindes sollten Betroffene, deren Familien, Freunde und Gäste eine kleine Auszeit von ihrem Alltag erleben. So stand in Kärnten ein Besuch der Adlerarena auf der Burg Landskron auf dem Programm. Die Kinder besichtigten den Greifvogelpark, nahmen an der Flugshow der Tiere teil und durften einen Adler oder Falken halten. Nach dem Luftballonstart klang der Aktionstag in der Buschenschank Bürger in Zauchen aus.

Vielseitige Aufgaben
Der Verein unterstützt finanzschwache Betroffene schnell und unbürokratisch bei der Finanzierung von Zusatztherapien. Mit Spendengeldern unterstützt der Verein die Wohnmöglichkeiten der Teddyhäuser in Linz und Wien. Diese stehen Herzfamilien mit Geschwisterkindern zur Verfügung, die während des Krankenhausaufenthaltes des Herzkindes dort ein „Zuhause auf Zeit“ finden. Zu den weiteren Aufgaben zählen unter anderem die Betreuung der Eltern während der Schwangerschaft, die Unterstützung vor, während und nach einer Operation, die Förderung von Forschungsprojekten und Stationsbesuche im Kinderherzzentrum sowie bei Bedarf auf allen kardiologischen Stationen. Daneben werden Sommerwochen und Feriencamps für herzkranke Mädchen und Buben angeboten. Der Verein organisiert regelmäßig Treffen und gesellige Zusammenkünfte, bei denen Eltern Informationen und Erfahrungen austauschen und bietet. Ein Team aus 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut derzeit mehr als 4.000 betroffene Familien in ganz Österreich.

Corporate Data
1995 wurde der Verein gegründet, seit 2007 heißt die Plattform Herzkinder Österreich. Der Verein ist eine österreichweite Anlaufstelle für alle nicht medizinischen Anliegen und Belange für herzkranke Kinder, Jugendliche und deren Familien. Im Sommer 2008 wurde mit der Adaptierung des „Teddyhauses“ in Linz begonnen, im Herbst 2008 die Wohneinrichtung für betroffene Familien eröffnet. 2009 wurden in allen Bundesländern Informationsstellen für Herzkinder und deren Angehörige eingerichtet. Seit 2015 steht ein weiteres Teddyhaus in Wien zur Verfügung. Auf der Erste Bank – AT13 2011 1890 8909 8000 – wurde ein eigenes Spendenkonto für den Verein eingerichtet. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar. Michaela Altendorfer kümmert sich als Präsidentin um die Agenden der Herzkinder Österreich.

Mehr Informationen unter: www.herzkinder.at

Vergangenen Samstag um 16 Uhr stand der Luftballonstart der Herzkinder Österreich auf dem Programm. Foto: Roland Simcic