Vom Startup zum Leitbetrieb:

v.li.n.re._OA Dr. Riepl , Prim.Dr. Krzysztof Staniszewski,OA Dr. Christian Reiterer, Dr. Wilfried Westritschnig

Im Jahre 1994 eröffneten der Radiologe Dr. Wilfried Westritschnig und drei weitere mutige Kollegen das MR-CT Diagnose Institut nach nur zweijähriger Vorbereitungszeit.

„Der Anfang war extrem schwierig“, erinnert sich Dr. Westritschnig, „aber ich habe seit meiner Ausbildung zum Radiologen gewusst, dass herkömmliches Röntgen die Anforderungen der Zukunft an die Diagnose nicht mehr lange optimal erfüllen kann“.

Keine Subvention für eine Vision:
Dr. Westritschnig war überzeugt, dass die Zukunft der Therapie in der genaueren Diagnose liegen wird und suchte ab 1990 intensiv Verbündete und Förderer seiner Vision. Aber die Zeiten waren nicht so Startup freundlich wie heute. Gegenüber neuen Technologien und Firmengründungen im medizinischen Bereich war das Misstrauen besonders groß.

Der Stellenwert von CT (Computer Tomographie) und gar MRT (Magnetic Resonance Tomographie) war mangels Kenntnisse dieser modernen Methode nicht vorhanden. An Subventionen der öffentlichen Hand, oder dem heute üblichen Fundraising war nicht zu denken.

MR-CT Klagenfurt

Volles Risiko bei voller Haftung:
Trotz Gegenwind gelang es „Weste“, wie man ihn im Kollegen- und Freundeskreis gerne nennt, drei weitere Radiologen von der Sinnhaftigkeit eines mit fortschrittlicher Technik ausgestatten Diagnose Institutes zu überzeugen.

1992 erfolgte schließlich die Gesellschaftsgründung. Unter hohen persönlichen Haftungen aller Beteiligten gelang es eine Bank zu finden, die bereit war einen Kredit über 50 Millionen Schilling zu gewähren.

Win-win-Situation mit LKH Klagenfurt:
Das LKH verfügte zu dieser Zeit noch über kein MRT-Gerät. Die Krankenhausleitung war froh, dass eine Privatinitiative diese Diagnoseleistungen anbieten konnte. Ein Kooperationsvertrag über sieben Jahre wurde zur Win-win-Situation für beide Seiten.

Mit Dr. Krzysztof Staniszewski von der Uni Wien, einem der damals wenigen MR- Spezialisten in Österreich, konnte ein ärztlicher Leiter und auch Partner gefunden werden.

1994 war das Unternehmen startklar. Begonnen wurde mit 7 Mitarbeitern.

Heute arbeiten unter der ärztlichen Leitung von Prim. Dr. Staniszewski, zwei Oberärzte und weitere 27 Angestellte im Diagnose Institut. MRT wird heute als die wichtigste Innovation der letzten 25 Jahre in der Medizin angesehen.

Turbulente Zeiten, lange Wartezeiten und hohe Folgekosten:
Dr. Westritschnig organisierte 1994 sein erstes MR-Symposium für alle österreichischen Betreiber von MR-CT-Instituten. Ergebnis: Gründung einer gemeinsamen Plattform namens VBDO (Verband für Bildgebende Diagnostik). Mit Hilfe dieses neuen Verbandes wurde erstmals ein österreichweit einheitlicher Gesamtvertrag mit dem Verband der Sozialversicherungen ausgehandelt. Die Tarife sanken in der Folge von Jahr zu Jahr. 2010 wurde gar eine Deckelung bei allen privaten Instituten, also Begrenzung der Fallzahlen, erzwungen. Das führte zu Wartezeiten von bis zu drei Monaten. In Folge entstand durch die Gründung von Instituten für Privatpatienten eine Art Parallelstruktur, was die Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin evident werden ließ.

Mit Unterstützung der Medien und der Politik wurde diese Beschränkung mit 2017 wieder aufgehoben.

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Wartezeiten sinken rasch:
Die Reduktion der Wartezeiten ließ nicht lange auf sich warten. Musste in Zeiten der Deckelung ein Patient bis zu drei Monate auf seine Diagnose warten, betrug die Wartezeit im September dieses Jahres nur mehr durchschnittlich 22 Tage.

Dr. Westritschnig: „Bis Jahresende sind wir beim MRT bei einer maximalen Wartezeit von nur 20 Tagen und bei CT noch wesentlich kürzer. Akutfälle werden und wurden schon immer sofort diagnostiziert.“

Auch die Behandlungszeit in den Geräten ist von durchschnittlich 24 auf 16 Minuten gesunken. Das ist vor allem für Patienten mit Platzangst eine positive Botschaft. Für sie und alle die sich in der Röhre nicht so wohl fühlen, wurde eine bis dato einzigartige Raum-Beautification-Software installiert.

25 jahre MR-CT Diagnose Institut Klagenfurt, Prim. Dr. Krzysztof Staniszewski, Dr. Wilfried Westritschnig, ©fritzpress

Moderne MRT-Geräte mit Beautification steigern Qualität und Wohlbefinden:
Die Qualität lässt sich nach Prim. Dr. Staniszewski, dem ärztlichen Leiter, in zwei Richtungen steigern. Einerseits in Top-Geräte mit denen man am neuesten Stand der Technik ist und andererseits in das Wohlbefinden der Patienten. „Beides haben wir uns geleistet, und sind derzeit damit einzigartig in Österreich.“ Allerdings kostet ein MRT-Gerät mit der neuen Beautification-Software mehr als vier Einfamilienhäuser, hält aber nicht 80 Jahre sondern nur acht. Dann muss wieder investiert werden, um am neuesten Stand zu sein.

25 jahre MR-CT Diagnose Institut Klagenfurt, Prim. Dr. Krzysztof Staniszewski, Dr. Wilfried Westritschnig, ©fritzpress

MRT-Geräte mit unterschiedlichen Feldstärken: 3 Tesla und 1,5 Tesla
Nicola Tesla, ein gebürtiger Altösterreicher, hat ja bekanntlich nicht nur den Induktionsmotor, sondern unter anderem das rotierende Magnetfeld erfunden auf dem die MR-Technologie aufbaut. „Wir haben in zwei Geräte mit unterschiedlichen Feldstärken investiert. Damit decken wir eine große Bandbreite an Untersuchungen ab,“ so Dr. Staniszewski. Wobei jedes Gerät seine Stärken hat. Mit dem 3 Tesla untersucht man vor allem Gelenke, Wirbelsäule und Gehirn, der 1,5 Tesla kommt bei Patienten mit Implantaten und Bauchuntersuchungen zum Einsatz.“

25 jahre MR-CT Diagnose Institut Klagenfurt
Prim. Dr. Krzysztof Staniszewski, LHStv.Dr.Beate Prettner, STR Markus Geiger, Bgm.Dr. Maria Luise Mathiaschitz, Dr. Wilfried Westritschnig, ©fritzpress

Beautification macht Patienten ruhiger:
Beautification nennt sich die neue Software, die Menschen mit dem Problem der Klaustrophobie die Angst vor der Röhre nimmt. Bevor sich die Patienten in die Röhre legen, wählen sie aus 10 verschiedenen Motiven, Kurzvideos, Bildern und Audiofiles aus. Wer das Meer liebt, lässt sich einen Karibikstrand mit wehenden Palmen einspielen und hört dazu Reggae Musik. Australien Fans lieben hüpfende Kängurus, Kinder natürlich Comics usw.

Fotos an der Decke, Kurzvideos vor den Augen und entsprechende Ton –und Bildsimulationen sorgen für Ablenkung und verfehlen ihre beruhigende Wirkung nicht.

80% weniger Verweigerer und bessere Bildqualität:
Haben vor dem Beautification Zeitalter noch 10 Patienten pro Monat die Röhre überhaupt verweigert, so sind es jetzt nur mehr zwei. Manche, die mit einem mulmigen Gefühl in die Röhre gefahren sind, wollen oft nicht gleich heraus weil zwar die Untersuchung, aber nicht das  Video zu Ende ist.

Die Patienten liegen ruhiger und sind entspannter, das wirkt sich vor allem auf die Bildschärfe aus. Kinder sind meist von Natur aus unruhig, da bekommt man jetzt das bessere Ergebnis in kürzerer Zeit.

Kürzer in der Röhre braucht mehr Zeit für den Befund:
Die modernen Geräte verlangen laut Dr. Staniszewski wesentlich mehr von den Ärzten im MR-CT-Institut. Vor 15 Jahren musste man von einem Fall 50 Bilder anschauen, jetzt sind es bis zu 2.000 Bilder. Dafür sind sie schärfer, was wiederum ein Vorteil für die Diagnose ist. Und: je genauer die Diagnose, desto exakter der Befund, treffsicherer die Therapie und hoffentlich kürzer die Behandlungsdauer. Ein Spareffekt für das Gesundheitssystem.

Volle Digitalisierung und Bildvernetzung:
Jeder Körperteil braucht eine spezielle Magnetspule. Daher werden Untersuchungen bestimmter Körperteile zusammengefasst um den Spulenwechsel zu ersparen. Die Bilder bekommen die Radiologen im Institut nahezu in Echtzeit auf die Bildschirme und diktieren den Befund. Das Spracherkennungsprogramm macht daraus den schriftlichen Befund, welcher dann dem zuweisenden Arzt elektronisch übermittelt wird.

Mit den Krankenhäusern ist man auch vernetzt und kann die Bilder während der Operation einspielen oder bei Bedarf auch mit dem Operationsteam kommunizieren.

Besonderer Vorteil: Gratis Parkplätze
Mit dem Aus- und Umbau des Institutes wurden weitere Gratis Parkplätze in großer Zahl sowohl in der Tiefgarage, als auch im Freien direkt vor dem Gebäude, geschaffen.