1935 |
Kiki Kogelnik wird am 22. Jänner in Graz geboren. Kindheit und Jugend verbringt sie mit ihrer Familie in der Kärntner Kleinstadt Bleiburg, nahe der slowenischen Grenze. |
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1954-58 |
Nach einem Studienjahr an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien (Graphik bei Prof. Schwarz & Skulptur bei Prof. Knesl), wechselt sie an dieAkademie der Bildenden Künste (Malerei bei Prof. Gütersloh & Abendakt beiProf. Boeckl). Bereits während ihrer Studienzeit zählt die Künstlerin – gemeinsam mit Rainer, Prachensky, Mikl, Hollegha u.a. - zum Kreis der jungen Avantgarde um die Galerie St. Stephan mit Msgr. Otto Mauer und nimmt an Gruppenausstellungen teil. |
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1959 |
In Paris lernt sie den amerikanischen Künstler Sam Francis kennen, der sie dazu ermutigt, nach New York zu übersiedeln. |
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1961 |
Kiki Kogelnik bezieht ein Atelier am Broadway , findet rasch Kontakt zu den Pop-art Künstlern Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg & Tom Wesselmann und beginnt sich mit dem Phänomen der aufstrebenden Pop-art auseinander zu setzen. Kiki selbst ist „Pop“ und macht mit spektakulären Verkleidungen auf Kunstevents auf sich aufmerksam. Erste lebensgroße, aus braunem Packpapier ausgeschnittene Figuren von Künstlerfreunden - Cut-outs – entstehen. |
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1962-65 |
Fasziniert vom technischen Fortschritt und der Raumfahrt beginnt Kogelnik ihre Werkphase der „Space-art“, die sie bis zur Mondlandung 1969 konsequent verfolgt. |
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1963-64 |
Es entstehen großformatige Gemälde in cooler Pop-Ästhetik, Skulpturen und Objekte aus Alltagsmaterialien. |
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1965 |
„Space angels“, Roboter und Raumschiffe werden für die Auslagengestaltung bei Bergdorf-Goodman in Uptown Manhattan verwendet. Einzelausstellung im Austrian Institute in New York. |
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1967 |
Mit kritischen Straßenszenen – macht sie in New York und in Wien auf sich aufmerksam, wo die programmatische Ausstellung „Kunst kommt von künstlich“ in der Galerie nächst St. Stephan stattfindet. |
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1968 |
Auf Warenhausständern en masse aufgereiht, werden die „Cut-outs“ von Künstlerkollegen zu eigenständigen Skulpturen in Vinyl – die hangings |
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1969 |
„Moon happening Apolo II“ in der Galerie nächst St. Stephan in Wien |
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1970 |
Übersiedlung in ein neues Atelier am Broadway/Soho. Zahlreiche hangings in Tusche auf Papier, Öl und Acryl auf Leinwand und in Form von Combine- Objekten entstehen. |
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1971 |
Kogelnik beginnt mit der Darstellung von Frauen in der Ästhetik von Werbung und Mode, darunter findet sich auch die Serie „Womans lib“. |
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1973 |
Erste umfassende Retrospektive im Künstlerhaus Klagenfurt |
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1974 |
Bei der Wiener Keramikkünstlerin Renate Fuhry entdeckt Kogelnik Ton als neues künstlerisches Medium |
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1980 |
Die Künstlerin beginnt sich von der Thematik der Frauenbilder zu lösen. Die nächsten Jahre sind von der Demontage und Destruktion der Formen gekennzeichnet. |
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1984 |
Einrichtung eines Keramikstudios im New Yorker Atelier |
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1986 |
Die Installation „Broadway windows“ wird in den Schaufenstern der Washington Square East Galleries, Broadway, präsentiert. |
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1987 |
Ausbau eines Ateliers in Bleiburg, Kärnten |
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1988 |
Die Dreidimensionalität ihrer Arbeiten äußert sich in Form von Rauminstallationen: „Hemma“-Installation auf Schloß Straßburg, Kärnten; „Seelenwäsche“ in der Kärntner Landesgalerie. |
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1989 |
Zu den Ölgemälden gehörende Keramiken sprengen den Rand der Leinwand und erweitern die Malerei um skulpturale Elemente – „Expansions“; Retrospektive der letzten 30 Jahre in der Kärntner Landesgalerie, Klagenfurt. |
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1990 |
Neue keramische Arbeiten und Zeichnungen werden in der Ausstellung „Inside the clone factory“ in der Henri Gallery in Washington gezeigt. |
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1991 |
Ausstellung „1234567“ in der Galerie bei der Albertina, Wien: Die maskenhaften Gesichter mit punkiger Haarpracht, aufgerissenen Augen und Mündern werden zum Markenzeichen der Künstlerin. |
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1991-92 |
Gastprofessur an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg |
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1992-94 |
Die Ausstellung „Kiki Kogelnik – Expansions“ wird in Budapest, Prag, Warschau, Krakau, Ljubljana und Villach gezeigt. |
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1994 |
Beginn der Arbeit an Glasskulpturen in Murano/Venedig, „Venetian heads“. Auftragsarbeiten in Kärnten: „Freyungsbrunnen“ in Bleiburg; „Doorman“ für das Europa Design Depot, Klagenfurt; „Empire State Building“ für die Tourismusfachschule, Villach. |
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1995 |
Zum 60. Geburtstag werden die „Venetian Heads“ im Europäischen Design Depot, inder Galerie Judith Walker, Klagenfurt, in der Galerie bei der Albertina, Wien und in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien präsentiert. |
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1996 |
Das Museum für Angewandte Kunst in Wien präsentiert erstmals einen repräsentativen Überblick ihrer hangings aus den Jahren 1968 bis 86. |
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1997 |
Kiki Kogelnik stirbt am 1. Februar in Wien und wird in Bleiburg beigesetzt. Die Stadt Bleiburg verleiht ihr die Ehrenbürgerschaft. Der Brunnen „Der Gesang“ wird nach detaillierten Plänen der Künstlerin in Klagenfurt errichtet und am 30. September eröffnet. |
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1998 |
Kiki Kogelnik wird posthum das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Die Österreichische Galerie Belvedere würdigt ihr künstlerisches Schaffen mit einer umfassenden Retrospektive. |
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2005 |
Zum 70. Geburtstag der Künstlerin findet eine Sonderausstellung in der Werner Berg Galerie der Stadt Bleiburg und im Künstlerhaus Klagenfurt statt. |
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2010 |
Der ORF widmet der Künstlerin zum 75. Geburtstag eine 45-minütige Dokumentation, die aufzeigt, wie eng Kogelniks künstlerische Entwicklung mit den gesellschaftlichen Umwälzungen der 60er und 70er Jahre verbunden war und ihr gleichzeitig weit voraus war. |
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Ab November wird Kiki Kogelnik gemeinsam mit internationalen Pop-art-Künstlerinnen in der Ausstellung Power Up! – Female Pop Artists in der Kunsthalle Wien zu sehen sein. |
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2011 |
Power Up! – Female Popartists wird in den Deichtorhallen, Hamburg gezeigt. |