BILLY und Inbusschlüssel für die Österreicher
Am 1. September 1977 öffnete in der Shopping City Süd erstmals ein IKEA Einrichtungshaus in Österreich seine Pforten. Das „unmögliche Möbelhaus“, wie sich
IKEA damals nannte, revolutionierte hierzulande das Wohnen.

„Für die vielen Menschen einen besseren Alltag schaffen“ – das ist die Vision von IKEA. Seit 40 Jahren gilt das auch in Österreich. Das Einrichtungsunternehmen aus Schweden hat in dieser Zeit einen guten Teil Österreichs möbliert – und ganz nebenbei die Vorstellungen von Design verändert. Denn IKEA hat bewiesen, dass Design nicht teuer sein muss, dass Design für die vielen Menschen leistbar ist – wenn man es richtig angeht. „Demokratisches Design“ eben.

„Das unmögliche Möbelhaus aus Schweden“ 
Als im Jahr 1977 die „wackeren Mannen aus dem hohen Norden“ in Österreich einzogen und unter dem Motto „Das unmögliche Möbelhaus aus Schweden“ vor den Toren Wiens ihr neuntes Einrichtungshaus außerhalb Skandinaviens eröffneten, gab es durchaus Zweifel, ob die Österreicher diese Novität annehmen würden. Doch die Schweden eroberten mit einem Elch als Maskottchen die Herzen – und die Wohnungen – der Österreicher im Sturm.

Der Einstand wurde gebührend gefeiert: Als am 1. September 1977 das erste österreichische IKEA Einrichtungshaus öffnete, stürmten die Wiener regelrecht das Haus – viele übernachteten sogar davor, um als Erste das „unmögliche Möbelhaus aus Schweden“ betreten zu können. Die Österreicher waren vom luftigen, freundlichen, skandinavischen Design begeistert. Kein Wunder, dominierten doch bis dato schwere, dunkle Eichenholz-Vollverbauten die heimischen Wohnungen. Dazu kam natürlich, dass die schicken Kiefermöbel viel günstiger als die bisher gewohnte Einrichtung waren.

Möbelrevolution auch in der Ansprache
Die Euphorie hielt nicht nur bei Kunden, sondern auch bei Mitarbeitern Einzug: Diese fühlten sich als Pioniere und große Familie. Improvisation wurde großgeschrieben, war doch das Selbstbedienungskonzept und der nicht aufhörende Kundenstrom für alle etwas völlig Neues. Heute gibt es sieben IKEA Einrichtungshäuser in Österreich – und mehr als 2.800 Mitarbeiter. Dass die Mitarbeiter alle „per Du“ sind, war in den ersten Jahren sicherlich außergewöhnlich. Für IKEA ist das „Du“ Ausdruck von „Miteinander“, von Teamwork, von „gemeinsam Dinge bewegen“. Gleichbehandlung ist selbstverständlich – Vielfalt wird gelebt. Ein Blick auf das Top-Management beweist das: 54 % Frauen, 46 % Männer unter dem dritten weiblichen Country Manager in Folge.